Markus Haastert (Initiator)
Geboren im deutschen Ruhrgebiet, wurde Markus Haastert ursprünglich als Schlosser auf der Zeche Westfalen in Ahlen ausgebildet. Nach vielen Jahren als erfolgreicher Medienunternehmer kehrte er im Jahr 2000 an seine alte Berufsschule zurück: die Zeche wurde geschlossen und sein Medienhaus zog in das denkmalgeschützte Gebäude ein. 2003 überzeugte der die Stadt Ahlen und neun weitere Unternehmer, ein Public-Private-Partnership einzugehen und der Zeche neues Leben einzuhauchen. Das Nutzungskonzept, nachhaltige Unternehmen anzusiedeln, war erfolgreich: seit der Fertigstellung 2006 sind die 8000 m² Fläche voll ausgelastet.
2002 kommt Markus Haastert mit Gunter Pauli in Berührung und kann ihn überzeugen, auch Deutschland für ZERI-Pilotprojekte zu nutzen. Im Lauf der Jahre werden Brauereien zu Pilz- und Fischzüchtern, Abfallware einer Möhrenfabrik landet als Kaisermöhren auf Fünf-Sterne-Buffets und 2.000 Landwirte schließen sich zu Energieerzeugern zusammen – um nur wenige Beispiele zu nennen.
Haastert ist überzeugt: in der Region kann durch Kooperationen so viel bewegt werden, dass allein die entstehenden Synergien grüne Projekte rentabel machen. Wie Gunter Pauli entwickelt er Bildungskonzepte, um nachhaltiges Denken und Wirtschaften in der Bevölkerung zu verbreiten, und wirkt als Mitglied des Innovationskreis Weiterbildung des BMBF sowie Gründungsmitglied des vom BMU initiierten bundesweiten Null-Emissionen Forschungsnetzwerkes als politischer Berater.
Seit 2006 ist Markus Haastert UNESCO Preisträger für Bildung und war 2009 Finalist als Social Entrepreneur des Jahres der Schwab Foundation.




