Club of Rome, Agenda 21 & UN Millennium Goals
Ende der 1960er Jahre fanden sich Wissenschaftler, Unternehmer und Ökonomen zu einem weltweiten Think Tank für die drängendsten Zukunftsprobleme der Menschheit zusammen: dem Club of Rome. Die 1972 erfolgte Veröffentlichung von Dennis Meadows' "Grenzen des Wachstums" sorgte für Aufruhr in den Medien, da ein Zusammenbruch der ökologischen Systeme und mit ihnen der menschlichen Gesellschaft innerhalb der nächsten 100 Jahre vorausgesagt wurde, sofern sich am menschlichen Produktions- und Konsumverhalten nicht deutlich etwas veränderte.
Im Lauf der Jahrzehnte ist die Studie von 1972 mehrfach mit neuen Daten aktualisiert und sind die Simulationen mit moderneren Computern und noch ausgefeilteren Formeln berechnet worden. Die Kernaussage bleibt jedoch bestehen. Dabei will der Club of Rome nicht nur mahnen: in den Reports seit 1974 stehen immer Lösungsansätze im Mittelpunkt.
1992 trafen sich die Vertreter aller in der UN organisierten Staaten auf der Konferenz von Rio. Rund 20 Jahre nach der Veröffentlichung von "Grenzen des Wachstums" machten sie sich endlich die Ziele des Club of Rome zu eigen und verabschiedeten eine "globale To-Do-Liste" zur Lösung der Probleme der Umweltverschmutzung, der Armut und Ausbeutung sowie der Bedrohung von menschlichem Leben durch kriegerische Konflikte. Diese "Agenda 21" wurde im Jahr 2000 ergänzt durch die UN Millennium Development Goals, deren Ziel die Halbierung der Armut bis 2015 ist. Doch die Erfolge dieser staatlichen Bemühungen sind überschaubar.



